Eva-Lorenz-Umweltstation / NABU - Station

Wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Arbeit in der Eva-Lorenz-Umweltstation ist die hervorragende Zusammenarbeit mit dem NABU Willich. So wurden u.a. Seminare für Erwachsene zum Thema Wildbienen, Wasser und Fledermäuse angeboten. Wegen der großen Nachfrage gab es noch Zusatztermine. Ebenso wird in der Umweltstation eine Ausstellung zum Thema „Wilder Müll" von Elita Grafke präsentiert.

Sowohl das Stammprogramm (Angebote für KITAS und Grundschulen) als auch das Ferienangebot konnte deutlich erweitert werden. Kinder nahmen am Oster-, Sommer- und Herbstferienprogramm teil. Das Stammprogramm (siehe Flyer) wird durch Monika Wagner (Diplom-Sozialpädagogin, Pia Kambergs (Dipl.-Biologin), Elita Grafke (NABU-Naturtrainerin) durchgeführt. Kindergeburtstage werden von Maria Pimpertz (NABU-Naturtrainerin) angeboten.

Die seit 2017 bestehende Kooperation mit den Willicher Familienzentren wurde fortgeführt. Alle angebotenen Programme waren sofort ausgebucht.

Seit 2017 gibt es das Projekt „Forscherrucksäcke", das von Schulen, OGS und KITAS gut angenommen wurde. Die Betreuerin der Eva-Lorenz-Umweltstation, Monika Wagner, konnte so Kindern die Themen Bäume, Insekten, Spinnen, Schmetterlinge und Wildblumen näherbringen.

Als Botschafterin für „Fairen Handel" für KITAS und Grundschulen organisierte Monika Wagner ein Seminar für Erzieher- und Lehrer/innen durch. Die Teilnehmerinnen informierten sich über Grundsätzliches, aber auch über die Möglichkeiten den fairen Handel in den Schul- und KITA-Alltag zu integrieren. Ebenso präsentierte sie das Thema auf dem Berufsinfotag im Herbst 2018.

An allen Programmen nahmen 2.000 Kinder und 200 Erwachsene im Jahr 2018 teil.

Lebensräume erfahren

Wissen Sie, was ein Springschwanz ist? Oder wie lange eine Eintagsfliege wirklich lebt? Was macht der Regenwurm bei Regen und warum? Das sind Fragen, die sogar Kinder beantworten können. Zumindest die Kinder, die in der Eva-Lorenz-Umweltstation in Neersen an einem unserer Kurse teilgenommen haben.

Aber damit kein falscher Eindruck entsteht: In unseren Unterrichtsprogrammen geht es natürlich nicht darum, Zahlen und Daten auswendig zu lernen. Die Kinder müssen nicht auf ihren Schulbänken sitzen und still dem Unterricht folgen. Vielmehr ist Eigeninitiative gefragt. Hier sollen die Kinder spielerisch und mit allen Sinnen die Lebensräume Wald und Park, Boden, Wasser und Wiese kennen lernen.

Monika Wagner 1

Unser abwechslungsreiches Angebot und die Kindergeburtstage lassen garantiert keine Langeweile aufkommen.

 

 

Artenschutzprojekte vom NABU Willich im Schlosspark Neersen

Wir möchten einen Beitrag zur Biodiversität leisten, zur Vielfalt des Lebens der Tier-, Pflanzen-, Vögel- und Insektenarten, und haben dazu nachstehende Projekte realisiert.
 

 

Im Schlosspark Neersen – rund um die Umweltstation – entstand der Naturerlebnisgarten.
Darin gibt es:

  • Kräuterbeete, auch als Hochbeete angelegt, mit über 100 verschiedenen Kräutern und Stauden (jeweils mit Erklärungen)
  • Einen Backofen zum Brote oder Pizza backen neben dem ein Bachlauf plätschert
  • Eine Kompostanlage
  • Ein großes Wildbienenhotel mit vielen Brutplätzen und Informationen
  • Eine Nistkastenwand für sehr viele verschiedene Vogelarten mit Infotafeln.

Mit dem Sträucher-Lehrpfad mit Infotafeln wollten wir Gartenbesitzern Anregung geben, welche heimischen Sträucher für Vögel und Insekten besonders wertvoll sind. Früher wussten die Menschen, wenn Hasel und Kornelkirsche blühen, ist Frühling und wenn der Schwarze Holunder seinen süßen Blütenduft verstreut, ist es Sommer. Wie schön ist es, wenn die Schlehen im frühen Frühling weiß blühen und die Wildrosen im Sommer ihre großen Blüten zeigen, um uns dann im frühen Herbst durch ihre Früchte – der Hagebutte – zu erfreuen. Alle Heckenpflanzen in unserem Lehrpfad sind für unsere Vögel und Insekten sehr wichtig, noch wichtiger als die Futterstelle für Vögel im Winter.

Der Waldlehrpfad zeigt mit vielen Informationen auf Schautafeln das Leben des Waldes. Hornissen bevorzugen den lichten Wald und bekamen einen eigenen Informationsstand.
Totholz als wichtiger Bestandteil für Käfer, Säuger, Amphibien und Vögel kann als Totholzwand oder Totholzmauer besichtigt werden.

Unser Ameisenheger baute ein lehrreiches Ameisen-Formikarium auf, um auf die Ameisen, die in unserem Ökosystem eine bedeutende Rolle spielen, aufmerksam zu machen. Sie sind die Polizei des Waldes und verspeisen viele lebende und tote Insekten. Sie stabilisieren das ökologische Gleichgewicht in der Natur. Waldameisen sind nicht nur eine wesentliche Nahrungsquelle für andere Tiere wie Spechte, sondern sie fressen ihrerseits Schädlinge wie Borkenkäfer.
Hier steht auch eine Info-Tafel über „Efeu“, der im Schlosspark an vielen Stellen wachsen darf. Ende des Jahres blüht er, was viele Bienen und Wildbienen anlockt und Ende des Winters zieht er viele Vögel durch seine Früchte an.
Durch einen Weidentunnel gelangt man zum Tierweitsprung mit Infotafeln entlang der Sprunggrube für 7 verschiedene Tierarten.

Einige Schritte weiter gibt es die Schmetterlingsinsel. Wer Schmetterlingen etwas Gutes tun will, sollte im eigenen Garten Majoran, Ysop, Minze, Melisse, Salbei, Thymian und Rosmarin pflanzen. Auf unserer Schmetterlingsinsel gibt es den trocknen Bereich, wo all diese wärmeliebenden Pflanzen wachsen sowie eine Magerblumenwiese u.a. mit Natternkopf, Flockenblume, Malve, Gelbklee sowie Königskerzen. Eine lange Trockenmauer für wärmeliebende Amphibien wurde hier angelegt. Außerdem gibt es eine Feuchtwiese, auf der man u.a. Blutweiderich, Wiesen-Storchenschnabel und Wiesenschaumkraut wachsen sieht. Die Schmetterlinge lieben duftende Blüten und unsere Nachtschmetterlinge folgen sogar viel lieber dem Duft als der bunten Blütenpracht. Von den rund 3500 Schmetterlings­arten sind immerhin 3000 Nachtfalter.

Mittendrin steht das Wildbienenhaus, das unzähligen Wildbienen von April bis August Brutmöglichkeiten bietet.

Infotafeln mit Lebenspyramide und für 16 Schmetterlingsarten Informationen stehen in der Mitte der Insel.

Auf den Nebenflächen der Schmetterlingsinsel sind große Naturwiesen als blühende Landschaft angelegt.