Mauerseglerkästen für die Regenbogenschule

NABU-Ehrenamtler brachten am höchsten Gebäude der Schule fünf Nistkästen für die Vielflieger an.

Von links nach rechts: Gerd Schmitz, Jochen Schages (beide NABU), Nicole Fahl (Kommissarische Leiterin der Regenbogenschule) und Michael Müller (NABU) Foto: NABU/Sandra Joppen-Hellwig

Am Mittwoch, den 06.03.2019 brachten drei ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU Krefeld/Viersen an der Giebelwand des höchsten Gebäudes der Regenbogenschule auf der Gladbacher Straße in Krefeld Nistkästen für Mauersegler an. Das Gebäude wird derzeit restauriert und ist mit einem Baugerüst versehen, so dass Zugang zur Giebelwand besteht. Hoch oben, dem präferierten Brutplatz für Mauersegler, befestigten die drei Ehrenamtler im Beisein von Nadine Fahl, der kommissarischen Leiterin der Regenbogenschule, fünf von der Regenbogenschule gestiftete, stabile Nistkästen.

Mauersegler ähneln äußerlich Schwalben, sind aber erheblich größer und nicht mit diesen verwandt. Mit einer Flügelspannweite von über 40 cm sind sie in der Lage, weite Distanzen zu überwinden. In ihrer Brutzeit von Ende April bis Ende Juli halten sie sich in Nordafrika, Europa und Asien bis in den nordöstlichen Teil der Mongolei auf, während sie die Wintermonate in Afrika, vor allem südlich des Äquators verbringen. Dadurch legen diese Langstreckenzieher jährlich rund 190.000 Kilometer zurück. Man geht davon aus, dass sie, ähnlich wie Delfine und andere Vögel auch, während des Fluges schlafen können. Dies ist dadurch möglich, dass sie während der Non-REM-Schlafphase nur eine Hirnhälfte „schlafen lassen“, während die andere Hirnhälfte gleichzeitig die für das Fliegen notwendige Muskelspannung hält. 

Mauersegler sind auf hochgelegene Rast- und Nistplätze angewiesen, da sie aufgrund ihrer kurzen Beine und langen, spitzen Flügel nicht in der Lage sind, vom Boden aus in den Flug zu starten. Sie lassen sich aus luftiger Höhe zunächst ein wenig fallen und gehen aus dem Fallen heraus in den Flug über. Ursprünglich waren sie Fels- und Baumbrüter. Heute leben sie jedoch hauptsächlich in menschlichen Siedlungen, wo sie vor allem in den Nischen und Spalten möglichst hoher Gebäude nisten. Durch die fortschreitende Sanierung alter Gebäude und den Bau rundum geschlossener Neubauten finden die Mauersegler immer weniger Nistmöglichkeiten, so dass sie bereits auf die Vorwarnliste der „Roten Liste“ gefährdeter Brutvögel gesetzt werden mussten. Die vom NABU Krefeld/Viersen an der Regenbogenschule angebrachten Nistkästen sollen dazu beitragen, den Bestand der Mauersegler in Krefeld langfristig zu schützen. 

 

Für die Redaktion:
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Michael Müller
Leiter der NABU-Gruppe Krefeld des NABU-Bezirksverbands Krefeld/Viersen
infomic-mueller.de

Dr. Sandra Joppen-Hellwig
Pressesprecherin des NABU-Bezirksverbands Krefeld/Viersen

sandra.joppen-hellwignabu-krefeld-viersen.de
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