Am 12. September 2026 traf sich die NABU-Gruppe Kempen zur diesjährigen Apfelernte auf der Obstwiese in St. Hubert. Trotz des nebligen, feuchten Morgens fanden sich mehrere Helferinnen und Helfer ein, ausgerüstet mit Gummistiefeln, Regenjacken und Handschuhen.
Nach einer kurzen Einweisung unter den alten Apfelbäumen machte sich die Gruppe an die Arbeit. Das Fallobst und die gepflückten Äpfel wurden gesammelt und in Eimern und Kisten zusammengetragen. Wer höher hinaus musste, nutzte die mitgebrachte Leiter. Die Stimmung war trotz Nässe und gebückter Arbeit gut.
Leider fiel dieses Jahr die Ernte nicht so gut aus wie im letzten Jahr. Es kam aber einiges zusammen sodas sich der Einsatz doch gelohnt hat.
Die geernteten Äpfel werden nun zu Saft weiterverarbeitet. Der NABU Kempen bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Die alten, hochstämmigen Obstbäume bieten mit ihren Höhlen und Rindenspalten Nistplätze und Unterschlupf für Vögel wie Steinkauz, Gartenrotschwanz und Kleiber sowie für Fledermäuse und unzählige Insekten. Die extensiv gepflegten Wiesen darunter sind Nahrungsquelle für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Zudem bewahren die vielen alten Apfelsorten ein wertvolles genetisches und kulturelles Erbe. Damit dieser Lebensraum erhalten bleibt, braucht es Pflege und engagierte Menschen.