Aktuelles aus der NABU-Gruppe Brüggen

15 Krefelder Zoo als Musterprojekt

Für Nachhaltigkeit

Foto/Grafik: NABU Krefeld/Viersen Amelie Waletzke

Foto/Grafik: NABU Krefeld/Viersen Amelie Waletzke

Obwohl die Details der Umsetzung des Projektes „KrefeldKlimaNeutral 2035“ noch nicht erarbeitet und beschlossen sind, arbeiten bereits viele Bereiche in Verwaltung und städtischen Betrieben an Umsetzungselementen. Zudem wächst die Stabsstelle Klimaschutz der Stadtverwaltung und wird dadurch zunehmend wirksam. Wenn das Projekt im ersten Halbjahr 2023 politisch beschlossen ist, kann in allen Bereichen gezielt losgelegt werden.

Bereiche, deren engagierte Projekte bereits öffentlich erkennbar wurden, sollen in der Folge als „Mutmacher“ schon einmal erwähnt werden.

 

Der Krefelder Zoo: Fernwärme und Solarstrom für Mensch und Tier

Der Zoo wurde 2020 vom Umweltministerium NRW zum Regionalzentrum für „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ ernannt. Mit Unterstützung der Zoofreunde wurde 2022 auch die „BNE-Bildungsbox“ eröffnet, in der die BNE-Projekte eine räumliche Heimat gefunden haben.

Das traurige Ereignis des Affenhausbrandes 2020 löste jetzt zusätzlich eine umfassende Initiative zur energetischen Optimierung aus. Dahinter steht die Vision, den Zoo, neben einem Zentrum für Artenschutz und Biodiversität auch zu einem „Musterprojekt für nachhaltige Entwicklung und Klimaneutralität“ in Krefeld zu machen. Konkrete Schritte sind bereits erkennbar:

  • Die neuen Affenhäuser des Menschenaffen-Projektes (Baubeginn des 1. Bauabschnittes voraussichtlich im Sommer 2023) werden energetisch optimiert, inklusive Fernwärmeanschluss der SWK, Photovoltaikanlagen, Dachbegrünung und schonendem Umgang mit Regenwasser und Abwasser.
  • In einem weiteren Schritt wird eine entsprechende energetische Optimierung (energetische Sanierung, Fernwärme statt Gas, PV-Anlagen und Wärmepumpen) auch für die übrigen über 40 Zoogebäude angestrebt.
  • Zwei Photovoltaikanlagen werden bereits in diesem Jahr ans Netz gehen.
  • Ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept soll (mit Hilfe der Stadt) entwickelt und umgesetzt werden. Dazu gehören u.a. Bereiche wie zoointerne E-Mobilität sowie auch die der Besucher (Ladesäulen an den Parkplätzen), Prüfung von Produkten im Hinblick auf Klimaneutralität (Futtermittel, Zoo-Shop), stärkere ÖPNV-Nutzung durch Besucher.
  • Das Nachhaltigkeitskonzept soll auch vor Ort dargestellt, erläutert und greifbar gemacht werden, womit über 450.000 Zoo-Besucher im Jahr erreicht werden können.