NABU-Petition

Keine Windkraft im Ziegenmelkerbrutgebiet

Die Ortsgruppe Niederkrüchten hat eine Petition gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem alten Flugplatzgelände in Elmpt organisiert. Insgesamt haben 1267 Menschen unsere Petition unterstützt.

Vielen Dank dafür!

Wir kämpfen nun mit viel mehr Rückhalt dafür, den Bau der Windkraftanlagen in diesem wichtigen Vogelbrutgebiet zu verhindern.

Gruppe Niederkrüchten

Amphibienschutz 2018

Seit Jahren ist der NABU Niederkrüchten im Amphibienschutz aktiv. Bislang bildet das Gebiet am Schwalmweg in Niederkrüchten-Overhetfeld den Schwerpunkt unserer Arbeit. Jedes Frühjahr zur Zeit der Amphibienwanderung bauen die Aktiven unserer Ortsgruppe den Fangzaun auf und graben die Sammeleimer ein. Wenn die Tiere wandern müssen sie zweimal am Tag aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße getragen werden. Hier hat sich erfreulicherweise eine Gruppe von Aktiven gefunden, die diese aufwändige Arbeit versieht. In jedem Jahr können wir an diesem Standort bis zu 1100 Tiere vor dem Tode retten: Erdkröten, Grasfrösche, Molche.

Auch an anderen Straßen im Bereich der Gemeinde Niederkrüchten wandern viele Amphibien und fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, zum Beispiel an der Dilborner Straße in Overhetfeld, in Venekoten, an der Hochstrasse in Niederkrüchten. Hier konnten wir uns bislang nicht engagieren. Mit mehr Aktiven ist es 2018 vielleicht möglich, die Aktion zukünftig auszuweiten. Aktive Mithilfe ist uns hochwillkommen!

Sebastian Boekels

Biotopschutz in Niederkrüchten

Im vergangenen Winter führte der NABU Niederkrüchten wieder eine Naturpflegeaktion durch.
In der ehemaligen Abgrabung am Raderberg, bei Niederkrüchten-Brempt, schnitten zahlreiche Ehrenamtler des NABU Gehölze zurück, um Teiche und Schilfflächen wieder freizustellen und damit den Lebensraum vieler seltener Tiere und Pflanzen zu erhalten.

 

Obsternte am NABU-Bongert Oberkrüchten 2017

Die Obsternte 2017 auf unser Wiese in Oberkrüchten fiel leider „dank“ ungebetener Mitpflücker aus.

Am NABU-Bongert konnten die Aktiven unserer Ortsgruppe in den vergangenen Jahren im Rahmen der Streuobst-Sammelaktion viele Tonnen Äpfel von Hochstammapfelbäumen ernten. Hochstamm-Streuobstwiesen zählen zu den wertvollsten Lebensräumen unserer Landschaft. Insbesondere für den Steinkauz sind sie lebenswichtig.

Daher engagiert sich unsere Ortsgruppe auch für den Erhalt der Streuobstwiesen. Wir betreuen die Steinkauzröhren in den Obstbäumen und tragen zur Pflege der Wiese bei. Das Highlight ist aber die jährliche Apfelernte. Das Obst wird zu besonders günstigen Konditionen von der Mosterei van Nahmen abgenommen und zu hochwertigem Apfelsaft verarbeitet. Auch hier sind helfende Hände im Herbst gerne gesehen.

Leider konnte im Jahre 2017 keine Apfelernte erfolgen, da die ohnehin wenigen Äpfel wohl durch Diebstahl verschwunden sind. Schade!

Aber auch für andere Obstwiesen setzt sich der NABU ein, unter anderem mit der Betreuung von diversen Nisthilfen, mit kostenloser Beratung und Hilfestellung.

 

Bericht von unserer ersten Amphibienaktion im Frühjahr 2014

Jedes Frühjahr während der Amphibienwanderung fielen bisher Hunderte von Erdkröten, Grasfröschen und Molchen dem Autoverkehr auf der Verbindungsstraße von Overhetfeld durch die Schwalmaue zur Landstraße nach Swalmen zum Opfer.

Deshalb beschloss die NABU-Ortsgruppe Niederkrüchten Ende 2013, einen Amphibienfangzaun zu errichten, um die Tiere einzusammeln und sicher über die gefährliche Stelle zu bringen. Außerdem sollten alle relevanten Daten der Wanderung erfasst werden, damit für die Zukunft nachhaltige Schutzmaßnahmen geplant werden können.

Nachdem die erforderlichen Vorbereitungen erledigt waren, wurden die Fangzäune auf beiden Seiten der Straße von je 300 m Länge am 8. Februar aufgebaut. Wegen des relativ warmen Wetters begannen sofort die Aktivitäten zum Schutz der Tiere. Daran beteiligten sich erfreulicherweise 10 Mitglieder der Ortsgruppe und 10 Helferinnen und Helfer – darunter 3 Jugendliche – aus der Nachbarschaft, die durch persönlichen Einsatz und Pressearbeit gewonnen worden waren. Für die Arbeit am Fangzaun wurde ein fester Einsatzplan aufgestellt, in dem für jeden Beteiligten der Wochentag und die Einsatzzeit festgelegt waren, außerdem standen einige Personen als Springer zu Verfügung, falls jemand einmal verhindert sein sollte. Dank der guten Zusammenarbeit funktionierte alles reibungslos, zudem gab es Spaß und einiges zu lernen.

Nachdem die Amphibienwanderung ausgelaufen war, wurde die Aktion am 8. April, also nach 57 Tagen, beendet. Insgesamt wurden 815 Tiere, davon 85 Prozent Erdkröten, gezählt, also ein durchaus beachtliches Ergebnis. Die erfassten Daten werden nun ausgewertet und ein Bericht geschrieben. Danach ist zu entscheiden, wie es in Zukunft weitergehen soll.

Seitdem betreut der NABU Niederkrüchten nun jedes Frühjahr diesen Amphibienzaun, mit stetig wachsenden Tierzahlen. So wird erfolgreich Amphibienschutz betrieben.

Allen, die mitgemacht haben, ein herzliches Dankeschön!

Klaus Forßmann

Projektplanung NABU Niederkrüchten

Praktischer Naturschutz

  • Apfelernte auf Streuobstwiese Oberkrüchten im Herbst
  • Steinkauzröhren kontrollieren, instandsetzen und Neue anbringen im Winter
  • Nistkästen mit „Kindergarten unterm Regenbogen“ bauen und anbringen
  • Errichtung eines Amphibienschutzzauns bei Overhetfeld im Februar /jährlich
  • Kopfweiden in Tackenbenden nachpflanzen und pflegen
  • Kiefern und Birken im Elmpter Schwalmbruch entfernen im Winter
  • Betreuung des Amphibienschutzzauns je nach Wetter ab Mitte Februar bis Mitte April (2 Einsätze je Tag)

Spezielle Aufgaben

  • Besucherdienst auf dem Naturschutzhof
  • Öffentlichkeitsarbeit,  z. B. Schreiben von Zeitungsartikeln über Umwelt- und Naturschutzthemen, Präsenz auf öffentlichen und privaten Veranstaltungen (Info-Stand)
  • Beteiligung an Planverfahren
  • Kontaktpflege innerhalb der Gruppe, z.B. gemeinsame Wanderungen

Erster Einsatz des NABU Niederkrüchten

Samstags am 5. Oktober 2013 war es soweit: Die Aktiven der NABU-Gruppe Niederkrüchten trafen sich auf einer Streuobstwiese bei Oberkrüchten, um unter der Leitung von Günter Wessels die Apfelernte einzuholen.

Dort stehen 45 Apfelbäume und einige Kirschbäume, die vor 15 Jahren im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der A52 angepflanzt worden sind. Der NABU Krefeld / Viersen hat die Pflege und Nutzung der Wiese übernommen und so bot sich für die reaktivierte NABU-Gruppe Niederkrüchten die Gelegenheit, ihren ersten Einsatz anzupacken.

13 fleißige Helfer, darunter 4 Kinder, hatten ihren Spaß, zumal das Wetter mitspielte. In zwei Stunden rüttelten und sammelten sie fast eine Tonne Obst, das dann von Günter zur Sammelstelle bei Raiffeisen gefahren wurde und von dort zur Mosterei transportiert wird. Es gibt hier etwa 10 alte Apfelsorten, beispielsweise Boskoop, Gloster, Sternrenette, Kaiser Wilhelm, Cox und Rheinischer Krummstiel.

Da ein Teil des Obstes noch reifen musste, fand am 19. Oktober eine weitere Aktion statt, bei der noch einmal dieselbe Menge geerntet wurde.

Klaus Forßmann

 

Regelmäßiges Treffen der NABU-Gruppe Niederkrüchten

Monatlich jeden letzten Mittwoch um 19:30 Uhr

in der Gaststätte „Zur Tenne“ in Niederkrüchten-Birth, Annastraße 103a

Dr. Sebastian Boekels
Ansprechpartner NABU-Gruppe Niederkrüchten
familie-boekelst-online.de
01716219537